Spontaner Hallenwechsel, Spannung pur, euphorische Stimmung und wieder einmal einen Rückstand aufgeholt: Am „Tag der Deutschen Einheit“ konnten unsere Frauen auswärts beim Altonaer TSV 3 einen umkämpften 3:2-Sieg feiern. Gegen die Gastgeberinnen, die in der vergangenen Saison aus der Bezirksliga abgestiegen waren, entwickelte sich ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Feiertag!Die erste Aufregung gab es bereits vor dem Anpfiff: Die ursprünglich vorgesehene Halle war geschlossen, sodass alle Mannschaften spontan in eine Ersatzhalle ausweichen mussten. Glücklicherweise stand eine passende Halle zur Verfügung. Ein Teil der Aufwärmung war damit bereits erledigt. Schließlich ging es für die Teams zunächst rund 20 Minuten zu Fuß dorthin. Der Spieltag konnte dennoch halbwegs pünktlich beginnen.
Altonaer TSV 3 – SV Eidelstedt 2:3
(28:26, 25:19, 22:25, 17:25, 14:16)
Unsere Eidelstedter Frauen starteten etwas nervös gegen die Gastgeberinnen aus Altona. Dabei erwischte der SVE zunächst einen Traumstart und konnte sich bis zur Mitte des ersten Satzes überraschend deutlich mit 19:11 absetzen. Doch dann schlichen sich immer mehr Flüchtigkeitsfehler und kleine Abstimmungsprobleme ein. Gleichzeitig beeindruckten die Altonaerinnen mit sauberem, technisch starkem Kombinationsvolleyball. Die Nervosität beim SVE nahm zu und der komfortable Vorsprung schmolz dahin.Lautstark von den eigenen Fans angefeuert, kämpften sich die Gastgeberinnen zurück und entschieden den ersten Satz schließlich knapp mit 28:26 für sich.
Auch im zweiten Durchgang war der erste Satz offenbar noch in den Köpfen unserer Spielerinnen. So richtig wollte es einfach nicht funktionieren, selbst mit der sprichwörtlichen Brechstange nicht. Auf nahezu allen Positionen gab es kleinere Wehwehchen. Glücklicherweise gab es eine starke Bank mit Wechselspielerinnen und dazu die mitgereisten Fans, die das Team unermüdlich unterstützten. Doch Altona war in dieser Phase einfach zu stark. Mit 25:19 ging auch der zweite Satz an die Gastgeberinnen, deren Fans die Halle mit ihrem lautstarken Jubel beinahe zum Bersten brachten.
Doch dann kam die unglaubliche Wende.Der dritte Satz begann erneut holprig, doch plötzlich wirkten unsere Eidelstedterinnen wie ausgewechselt. Konzentriert, kämpferisch und mit großem Willen erarbeiteten sie sich Punkt für Punkt. Nun schlichen sich auch auf Altonaer Seite Fehler ein. Der SVE nutzte seine Chance und verkürzte mit einem 25:22 auf 1:2 nach Sätzen.
Der vierte Satz war im Grunde eine Kopie des dritten: ein unglücklicher Start und anschließend drehte der SVE richtig auf. Das Feuer war endgültig entfacht. Unsere Volleyballerinnen spielten sich in einen regelrechten Rausch, kämpften um jeden Ball und ließen den Gastgeberinnen immer weniger Möglichkeiten. Mit 25:17 ging auch dieser Satz an Eidelstedt.
Damit musste der Tie-Break entscheiden.Und der hatte es in sich. Die Punkte wechselten hin und her, beide Teams kämpften um jeden Ball. Kurzzeitig verloren unsere Frauen den roten Faden, fanden ihn aber nach einer letzten taktischen Auszeit des Coaches sofort wieder. Die Stimmung in der Halle war inzwischen unbeschreiblich, beide Fanlager sorgten für eine fantastische Atmosphäre.
Dann der entscheidende Moment: 16:14 für den SVE!
Ein an Spannung kaum zu überbietendes Spiel fand damit ein glückliches, aber vor allem hart erkämpftes Ende. Nach einem 0:2-Satzrückstand drehen unsere Frauen die Partie noch und nehmen den Auswärtssieg mit nach Eidelstedt.
Seit mittlerweile 14 Pflichtspielen sind die SVE-Frauen im Volleyball ungeschlagen. Wahnsinn! Ein riesengroßes DANKESCHÖN geht an das gesamte Team und natürlich an unsere Fans, für die offenbar kein Weg zu weit ist und die uns auch auswärts so großartig unterstützen.
Der Trainer der Gegner nach dem Duell sinngemäß: „Wenn die Spiele immer so spannend in der Bezirksklasse sind, dann muss man nicht mehr in die Bezirksliga aufsteigen“.
Weiter geht’s am 14. November 2026.
Bis dahin heißt es: Durchatmen, feiern – und diese unglaubliche Serie genießen!